Arbeitsweise

Arbeitsweise

Arbeitsweise

In den Seminaren werden thematische Impulse und Reflexionen mit speziellen Methoden und Handlings vermittelt.

Durch Demonstration und praktische Übungen werden neue Berührungserfahrungen an Kopf und Gesicht, Armen und Händen, Bauch und Rücken, Beinen und Füßen erlebt. Eigene Erfahrungen werden reflektiert und durch Partner- und Gruppenevaluation weiter entwickelt. Die kreativen Unterrichtsmethoden unterstützen die Annäherung auch an schwierige und tabuisierte Themen in der Pflege. Somit stärkt diese Vorgehensweise die Berührungskompetenz der Lehrenden und Lernenden. Sie ermutigt zu sensibler Gestaltung der folgenden beruflichen Aufgaben wie z. B.

  • Grenzen setzen und bewusst Grenzen anderer beachten.
  • Patienten Raum geben, sodass individuelle Berührungserfahrungen und  Bedürfnisse Beachtung finden.
  • Förderung der Empathiefähigkeit, insbesondere im Umgang mit Ängsten und Abneigungen der beteiligten Personen.

 

Einüben von respectare® im Unterricht

Von Antoine de Saint-Exupéry ist der Satz überliefert: „Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ Im Seminar kann jede/r Teilnehmer/in verschiedene Rollen und Blickwinkel, gerade auch die des Patienten, einnehmen und kennenlernen. Er/Sie kann die Möglichkeiten, die Prinzipien und Grundhaltung der respektvollen Berührung ganz nah an sich heran kommen lassen. Berührungserfahrungen in respektvoller, ritualisierter Durchführung an Händen, Kopf, Armen, Beinen, Bauch, Rücken und Füßen ermöglichen neue Erfahrungen und Sichtweisen. So kann erlebt werden, wie bedeutsam die Erlaubnisfrage für eine Kontaktaufnahme sein kann.

Im Seminar wird die Möglichkeit einer Handlungsverzögerung angeboten. Über ein eigenes Erleben in Durchführung und Erspüren wird außerhalb des Pflegealltags innegehalten und eine Reflexion des tagtäglich Praktizierten ermöglicht. Die Routine wird unterbrochen. Um es mit den Worten von Frau Prof. Dr. Ursula Geißner zu sagen:  „Lernen heißt, Handlung zu verzögern und zu reflektieren.“

Berühren – und berührt werden

 

respectare® bietet einen wichtigen Schlüssel zur weiteren Entwicklung der eigenen Berührungskompetenz an. So kann jeder Teilnehmer für sich wertvolle und stärkende Erfahrungen machen. Körperübungen und Berührungstechniken werden über Anwendung beim Anderen – „Ich berühre eine/n Andere/n“ – und durch eigenes Berührungserleben – „Ich werde in gleicher Weise berührt“ – erfahrbar gemacht. Ein spezielles Methodenrepertoire fördert und ermittelt die Körper- und Berührungserfahrungen z. B. an Kopf, Armen und Händen, Rücken und Bauch, Beinen und Füßen. Entspannende, langsame und ausstreichende Bewegungen in indischer und schwedischer Tradition, sowie Berührungen aus der Reflexologie finden Anwendung. Besonders hilfreich und beeindruckend sind die Momente, in denen die Hände einen Moment auf dem Körper des Berührten ruhen.

 

Respekt als Grundhaltung der Berührung

 

Auch die Begrenzung setzenden Berührungen nehmen einen wichtigen Stellenwert ein. Eckpfeiler und Prinzipien vermitteln über ein rituelles Verhalten viel Sicherheit. Zum rituellen Verhalten gehören die Erlaubnisfrage, die gleiche Abfolge der Berührungsgriffe, das Innehalten im Berührungskontakt, das Kontakthalten während der Berührung und auch während des Zudeckens. Am Ende steht der Dank dem Berührten gegenüber, der sich für die Berührung geöffnet hat und damit Vertrauen geschenkt hat.

Kontakt
respectare®- Kompetenzzentrum

Eine Kooperation des respectare®- Instituts mit der Paul Gerhardt Diakonie-Akademie

Kirchplatz 9
06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: 03491 – 459540-6 Fax: 03491 – 459540-9

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